typ.o // provisorium
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Sonntag, 20. November 2005

An solchen Wochenenden,

an denen ich allein zu Hause bin, kommt mein Lebensentwurf schon manchmal ins Wackeln. In meinem Alltag mit dem regelmäßigen, allwöchentlichen Kinderwochenende, seit zwölf Jahren nur in Einzelfällen ausgesetzt, den Arbeitstagen und den Abenden, die mit Musik und Projektgebastel gefüllt sind, entsteht kein Raum für solche Gedanken:

Die Rama - Familie meldet sich plötzlich, blühende Kinder die über blonde Wiesen laufen und ihren Eltern frisch gefangene Brötchen bringen, FrauHausAuto, ich bin dann müde, meine Lebenssituation erklären zu müssen, und leide unter der Distanz zu all den satten und prallen Familienvätern.

Eigentlich bröseln meine eigenen Werte: Worauf ich stolz bin, es geschafft zu haben, auch so, und trotzdem, einfach anders. Übrig bleiben dann die Standardwerte, genaugenommen eigentlich nur der Besitz. Vielleicht wäre es gut, mir klarzumachen, wie aussichtslos es wäre, mich, schuldenlos, beweglich und mit einer Habe, die ich immer noch in einem Siebeneinhalbtonner unterbringen kann, erpressen zu wollen. Ich muß nicht, wenn ich nicht will.

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