leistungsträgerdeutsch
"ich hatte da eine russlanddeutsche in der prüfung, die hatte einen besenstiel dabei, ich dachte, die will mich erschlagen, wollte aber nur an der leinwand was zeigen. das ist eben mentalität, da muß man sich dran gewöhnen"
"ich hatte da eine russlanddeutsche in der prüfung, die hatte einen besenstiel dabei, ich dachte, die will mich erschlagen, wollte aber nur an der leinwand was zeigen. das ist eben mentalität, da muß man sich dran gewöhnen"
auf dem weg dahin gab es viele bunte bilder an der wand, und einen, der sich darüber geärgert hat, daß sich welche küssen wollen, und andere damit geld verdienen möchten. bei herrn mama gabs prima auflauf, und herr typo bekam erklärt, in welchem gesetz es steht, daß man nicht sagen darf, "bei mir dürfen keine blonden einkaufen". um ein haar wären noch ein paar blogger mehr gekommen, aber das klappt bestimmt später nochmal, im sommer. man muß sich dann was überlegen, wie man die einzeln nacheinander kennen lernen kann, weil alle zusammen an einem großen tisch, das führt nicht so weit, als wenn man einen einzelnen erwischt (herrn mamas gäste kamen etwas später)
reiben im öffentlich rechtlichen fernsehen bio - möhren
hindurch heute morgen zur arbeit geradelt, in einem morgengrauen, das etwas frühlingshaftes hatte.. und einzeln vögel hörten sich schon so an, als würden sie mal ganz kurz, nur so ein bißchen, singen.
mit einem dicken programm. wen sowas interessiert - das lohnt sich.
85 seit letzte woche, meinte eben, der schwiegersohn hätte geklingelt, und da sei sie so zur tür gehastet, daß sie sich langgelegt habe (die nase rot geschruppt, und auf der stirn ein roter fleck). sie brauchte eine halbe stunde zum aufrappeln, meinte sie.
ich fragte, ob sie denn ihren notrufknopf um den hals benutzt habe, sie:
"ne, ach was, dann kommen die doch gleich mit dem krankenwagen und holen mich in's krankenhaus, da warten die doch bloß drauf!"
wissen sie, sachter, das mit dem putzen, was wir hier jetzt sollen, das kann ich nicht so, da muß ich mich erst dran gewöhnen, das macht immer meine* putzfrau. (* meint: die putzfrau der eltern.)
keine weiteren fragen mehr.
mehr zum thema hygiene in der neuen ausgabe von kuenstlichst. edit: die reklame von den baumärkten ist gerade ziemlich gut, obi, hornbach, wie die heißen, jetzt können sie alle plötzlich komisch.
am dienstagmittag hab ich dich am zebrastreifen gesehn. du hast dir gerade den hals nach der polizei verdreht u. ich hab mir den hals nach dir verdreht (lichthupend usw.). aber die polizei war interessanter für dich (mail)
sehen die schokoraspel an der oberfläche immer so gefrostet aus, und das liegt nicht am zu langen lagern, da paß ich auf. früher waren die immer schön tiefschwarz schokoladig.
jetzt denke ich natürlich, mit welchem diabolischen verfahren die wohl hergestellt werden, ob die mikrowellenerhitzte schokolade gegen eine rotierende, stickstoffgekühlte edelstahlwalze gespritzt und mit ultraschall zum abplatzen gebracht wird..?
diese sendungen, in den gezeigt wird, wie alles gemacht wird, torte und rasenmäher, sind nicht nur gut für meine gedankenhygiene. aber am schluß, und das ist lustig, gibt es immer experten von der qualitätssicherung, und da ist auch immer ein vertreter der geschäftsführung dabei, und immer stellen die mit satten tönen der zustimmung eine "fabelhafte qualität" fest, bzw. alles ist "ganz ausgezeichnet" (ggf. mit vollem mund).
"mir infos aus dem internet bezüglich diffuser krankheits-symptome zu besorgen, ist eine strasse die sehr schnell bei gesichtstätowierungen endet."
die männer (nie frauen), die diese klitzeklein zusammenzufaltenden fahrräder benutzen, haben immer einen bart. ach: und neulich tatsächlich eine liegeradfahrerin gesehen. das gibt es.
ab heute. keine frage, zum radeln jetzt die wollmütze auf, oder was? im september? na gut.
"...du mußt das genauer angeben, heiner, wir divergieren hier gemeinsam".
bei diesen temperaturen, hoher luftfeuchtigkeit und zugverspätungen von mehreren stunden** sind ja schon ein brennpunkt des wahnsinns. das ist nichts gegen den copyshop, in dem ich gerade eine bindearbeit abgeholt habe: die kopierer erhöhen die temperatur noch einmal um gefühlte 20°C, und rotfleckige diplomanden, die nur noch wenige stunden bis zur abgabe haben, teufeln auf den armen max ein, der da in den abendstunden allein die stellung halten muß. dessen temperament würde allerdings auch einen bekoksten selbstmordattentäter zu einem schläfrigen gähnen überreden können, denkt man.
**oberleitungsschäden, diesmal.
am schluß nach der paddel- und kajaktour noch einen caterpillar - friedhof gefunden, gelbe saurier. diesen namen fand ich schon immer merkwürdig, er klingt weniger wie ein arbeitsgeräts- als wie ein gattungsname. bald mal über den zaun da, denk ich.
jetzt blitzen im kopf noch die bilder von der fahrt auf der werra auf, schilfige ufer, von wicken durchzogen, viele tiere, und ein ganz feines sirren, wenn viele sehr kleine regentropfen auf das wasser fallen, überhaupt nicht zu regen passend, lauter wäre es ein soundtrack für die stelle, wo die aliens kommen.
in der menschenleeren schalterhalte stumpf den warteslalom bis zur diskretionszone absolviert. der verkäuferin gegenüber mit einem lächeln dieses dumme verhalten erwähnt, darauf: "sie hätten schon gerade durchgehen können, ich hätte nichts gesagt".
die drei pizzas haben doch gereicht (obwohl ich wieder die angst des hausmanns vor den knurrenden mägen hatte), gar nicht so einfach, mit einem kleinen ofen das alles gleichzeitig hinzukriegen, hochachtung vor den professionellen köchen. nachher haben die kinder noch rad geschlagen, und ich habe versucht, die kamera richtig einzustellen dafür, mit langer belichtungszeit, und ein bißchen blitz am ende des verschlusses, hat aber nicht so geklappt wie ich wollte.
zwischen den bäumen hing die wärme noch viel länger fest als draußen auf der wiese, und die tochter meinte dann, das ist freiheit, nachts freihändig fahrrad fahren.
man fährt durch den habichtswald hoch zum herkules, dann über eine große rinderweide den wanderweg in den ort dörnberg. diesmal hab ich zum glück drangedacht, mir dort in der metzgerei maier proviant zu holen, die haben ein im mageren speck gegrilltes schweinefilet, das eine wucht ist. die altmodischen öffnungszeiten von 7:00 - 17:00, zwei stunden mittagspause, und am montag nachmittag ist komplett geschlossen. kein dienstleistungspipapo.. die dicke metzgersfrau kommt aus dem badischen, und macht ausgesprochen feine sachen.
dann noch bißchen segler gucken (die haben jetzt alle so elegant geschwungene tragflächen, und so einen schiquen kniqu im höhenruder..)
nach knapp vier stunden mit der bahn nach hause und ersma mittagsschlaf, das ist urlaub, wonderbra!
wenn das mal nicht das i - tüpfelchen auf diesen faulen urlaubssontag ist. "keine falsche bewegung bitte"
ich find's einfach klasse, barfuß mit nur zwei kleidungsstücken freihändig im warmen luftstrom radzufahren, mehrmals am tag geht's ins wasser, alle gelenke und muskeln sind völlig beweglich und durchlässig, ... wunderbar! gerne noch ein paar grad mehr!
gell, sie haben verständnis, daß ich heut' nicht aufgemacht habe und mir was von ihrem offenen bein angehört habe, weil, mir war so ein bischen flau vor dem frühstück, jetzt gehts aber wieder.
daß es noch vor knapp zwei wochen jeden tag gegossen hat, als gäbe es kein morgen, ist mir gestern im wald plötzlich klargeworden, als ich die tief ausgespülten wege sah. jetzt ist es irgendwie selbstverständlich und normal, schon morgens um sechs spärlich bekleidet bei weit geöffneten fenstern den tag erwarten zu können.
heute fahren wir zu einem see im söhrewald, der auf einigen meiner karten nicht verzeichnet ist, obwohl er eine nicht unerhebliche größe hat - als sollte er versteckt werden, wie manche dörfer auf den karten der ddr.
dieser platz ist kaum besucht. das liegt vor allem an einer abgeschlossenen schranke, die zu beginn einer ca. 2km langen, schnurgeraden und gemein steilen forststraße steht. diese mechanische filtereinrichtung sorgt offenbar dafür, daß ein teil der üblichen besucher eines solchen sees nicht auftaucht, nie ist es hier laut. man hört dagegen die geräusche der schwimmenden wie durch einen parabolspiegel gebündelt - die hohe basaltmauer des ehemaligen steinbruchs führt zu diesem merkwürdigen höreindruck.
meist liegen hier nur wenige menschen am ohnehin schmalen ufer, biker, die sich frisch machen, nur mark nicht, der taucht während seines trainings mehrmals am tag nur kurz auf, und kämpft dann weiter.