typ.o // provisorium

ich wohne an einer fahrradautobahn,

und an diesen warmen abenden branden kurze, sehr lautstark geführte gespräche zehn worte lang durchs fenster, wenn sich die ansonsten meist unhörbaren radler unterhalten. die ersten male bin ich noch erschrocken - da streiten sich welche - jetzt kenn' ich es schon.

durchs gestrüpp, alles dick voll himbeeren



nachher die kleinen kletten von diesem rankgewächs absammeln,



und am schluß gehts prima bergab mit gut aufpassen...



zu hause teenager wecken (11:30) und sich angähnen lassen ...

es ist schön da draußen, spätsommer, die buchen haben schon richtig dicke früchte, das johanniskraut ist durch überall, und die ebereschen sind voll und rot. da muß ich sowieso mal gucken, irgendwo habe ich mal ein marmeladenrezept gesehen damit, das dürfte vielleicht angenehm bitter werden, denkt man.

gerade auf dem "zissel" gewesen mit der tochter,


eine riesenschaukel bestaunt mit drei sitzreihen a 20 leuten, die gondel macht, separat angetrieben, überschläge. eine frau erbrach sich dabei heftig, besonders interessant waren aber die umrichtergesteuerten motoren, sehr präzise positionierung, damit das schleudergefühl maximal wird, vielleicht. es ist eigenartig, da sitzt irgendwo ein ingenieur und rechnet so was aus.

das kind fährt übrigens souverän autoscooter, mußte mich festhalten, und hatte unangenehme gefühle wg. kontrollverlust - wenn man selber lenkt, ist das anders.

sommer,

so etwa jedenfalls. hinten die frau sekretärin hat den elektro - heizlüfter an. frieren immer, die mädels.

diese flauschigen, kohlschwarzen achselhaare

heute im kopiershop, ich habe mir im geheimen ein augenmaß genommen mit daumen und zeigefinger, und zu hause nachgemessen: 10cm, mein erster gedanke, das ist bestimmt ein irres kleidungsstück mit einem eingenähten fetzen katzenfell, unglaublich - man konnte gar nicht wo anders hingucken.

bestimmt gibt es eine seite mit bildern dazu im internet.

ahhh, schönen heißen tee eben,

dicken trojer - pullover aus dem regal, dann kann's losgehen. (bisschen schnee fänd ich fotografisch auch mal wieder ganz reizend - geht das mal eben, bitte?)

i'm a pitbull, aiai

... kaninchen jetzt verschoben auf morgen, eigentlich schon alles fertig, aber man is ja flexibel, gleich mal video gucken bei denen hier um die ecke, schwarze katze, weißer kater, aiai, oh, is der schön - wenn die mit dem moped ins sonnenblumenfeld fahren, ach - ganz tief in meiner mit rußgeschwärzten spitzen versehenen seele bin ich doch ein romantiker.

heute will ich verreisen,

und ich packe ein:

  • 1 fotoapparat
  • noch 1 fotoapparat (kleiner)
  • 1 klappstuhl, wo in echt 1 rucksack is
  • 1 messer
  • 1, 2 geld
  • 2, 3 klamotten
  • kein rasierapparat (weil: is urlaub)
  • andere brille (weil: is urlaub)
  • bisschen zahnbürste für kultur

mag sein, daß ich 1 bild mitbringe aus rudolstadt

diese barfüßige, tätowierte, zottelhaarige

freakfrau, die nach dem regen völlig durchweicht mit merklich schwerem schritt auf dem fußgängerweg ging. erster gedanke, wie sie wohl riecht, so, und dann, bestimmt hat sie kein elektronikzeug dabei, das man bei den ersten tropfen fix in die mitgeführten plastiktüten packen muß, damit nichts kapputt geht.

brötchen holen

im kiosk, der ist immer offen, auch am sonntag. "nein, nein, ich wohne nicht hier, aber ich habe es nicht weit, und bei dem wetter, da ist es doch egal, ob man arbeitet oder nicht"

sturm.

find ich klasse. die wolken wie im zeitraffer, und richtig frische luft.

bisschen rumbrausen,

einen extrem schönen weg entlang der ice - trasse, da kommen wenige leute längs, mal jemand mit einem hund, vielleicht. hier gegenüber steht ginster in massen am hang, der hat einen enormen wallungswert für mich, nur übertroffen von kiefern. (btw: meine kleine pencam ist wieder gesund, pixelmigräne vielleicht)

eben bei sturm, kleinen regenschauern, sonnenschein und rauschenden bäumen

quer durch die randbezirke der stadt gebraust mit dem rad, schleichwege über zugewachsene schallschutzdämme am bahnhof, durch einige der vielen parks, an den buga-teichen längs. wunderbar.

fast zwei wochen waren nötig, bis ich mich wieder aufgerafft hatte, meine güte. währenddessen der gedanke, daß dem konservatismus vielleicht einfach nur die trägheit und angst vor veränderung zu grunde liegt. steht bestimmt irgendwo geschrieben.

keine funktionswäsche mit antibakterieller ausrüstung

erhält man in diesem unhippen hemdenladen.

gerne ließe ich meine maße von dem gänzlich verkaufs - ungeschulten verkäufer aufnehmen, und ginge alle paar monate vorbei, ein neues hemd zu kaufen. er zöge dann seinen ordner mit den maßen aus dem abgestoßenen furnierschreibtisch und übertrüge die zahlen auf einen abreißblock in ein in bleisatz hergestelltes formular, dessen zeilenlinien sich deutlich auf der blattrückseite durchzeichneten.

bedauerlicher weise mag ich nur keine hemden.

linde lüfte

wehen hier durchs fenster, machen ganz kribbelig und rollig. das stammhirn sagt, los geh raus, und mach deinem weibchen jetzt ein junges, damit es ausgetragen wird, solange es genug nahrung gibt. im winter müßt ihr darben! aber ach, keine reproduktion, kein spaß, statt dessen nächste doku anfangen, 2 produktfotos, dann kaffe. is ja auch schön.

die mauersegler, glaube ich jedenfalls,

stürzten sich um die häuserecken, und schrieen dabei so sehr, daß man gar nicht anders konnte, als zu glauben, das mache ihnen spaß. das alles begleitet vom nasenbetäubenden geruch der akazien.

kollege hier

am telefon sagt immer eins [...] zett [...] zwei [...] zwei [...] sieben [...] nein [...] wiederholen [...] nein [...] mitarbeiter! [...] ICH WILL EINEN MITARBEITER SPRECHEN!

der arme spricht mit dem ups telefoncomputer, weil er unser paket sucht. das [...] ist [...] demütigend [...] !

draussen im rl

draußen vor der orangerie inmitten von tausenden von menschen (ungefähr), das cafe hatte offen, ein gesundheitslauf fand statt, und alle zusammen ließen sich die sonne auf die noch immer viel zu weiße haut braten.

den danske buler spiller war machtig netten te spilen (oder so), zum glück kannte frau c die regeln auswendig, so daß wir keine danske anleteningen gebrauchten hatten.

und 1a prima rhabarberakuchen am start, alle achtung! gerne wieder!

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