typ.o // provisorium
Mittwoch, 2. März 2005

Liebes Tagebuch!

Heute pfiff ich mir eins auf dem Nachhauseweg, hörte, daß wir mit der Fabrik vermutlich 120TEUR weiter in die roten Zahlen rutschen werden dieses Jahr, kaufte mir lecker Kuchen zum Tee, erfuhr im Fernsehn drin, daß Eltern ihr Kind haben verhungern lassen, hatte ein paar schöne Stunden mit Leuten, die gerne was lernen wollten, bekam erzählt, daß mein Kind immer noch krank und alleine zu Hause ist, weil die Mutter unterwegs ist, lernte, daß die Emanzipation der Geschlechter noch nicht vollbracht ist und die Dame nicht ins Fernsehen kommen will als Vorzeigehausfrau, las, wie sich Leute im Internet über Dinge unterhalten, die ich meiner Mutter wohl nie mehr erklären können werde, bekam gesagt, daß ich immer alles vergesse, kochte mir einen großen Topf Risotto, und frug mich, wie so ein Tag in meinem Kopf Platz haben soll.

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