Liebes Tagebuch!
Heute pfiff ich mir eins auf dem Nachhauseweg, hörte, daß wir mit der Fabrik vermutlich 120TEUR weiter in die roten Zahlen rutschen werden dieses Jahr, kaufte mir lecker Kuchen zum Tee, erfuhr im Fernsehn drin, daß Eltern ihr Kind haben verhungern lassen, hatte ein paar schöne Stunden mit Leuten, die gerne was lernen wollten, bekam erzählt, daß mein Kind immer noch krank und alleine zu Hause ist, weil die Mutter unterwegs ist, lernte, daß die Emanzipation der Geschlechter noch nicht vollbracht ist und die Dame nicht ins Fernsehen kommen will als Vorzeigehausfrau, las, wie sich Leute im Internet über Dinge unterhalten, die ich meiner Mutter wohl nie mehr erklären können werde, bekam gesagt, daß ich immer alles vergesse, kochte mir einen großen Topf Risotto, und frug mich, wie so ein Tag in meinem Kopf Platz haben soll.
phileas Redakteurin
das klingt doch nach einem völlich normalen Tag im Leben eines um die vierzigjährigen in Beziehungen und Arbeitsverhältnis lebenden Mannes im 3. Jahrtausend.
Es wird bestimmt noch schlimmer.
ot:
Ihr neues Layout ist sowas von!
Ehrlich!
WieSieDasNurImmerMachen :-)
typ.o Besitzerin
Sie machen mir aber Aussichten! Ich glaube immer noch, daß die Zukunft gestaltbar ist, obwohl es mir manchmal am besten geht, wenn ich alles schleifen lasse (btw. Herr Parka Lewis, bitte!!).
(->ot): *erröt*, das sagen Sie mit Ihrem Blick!